Software-Implemen­tierung

Die dabei erforderliche breitere Sicht auf die Hochschule als Gesamtorganisation erlaubt es nicht nur, mittelbare Chancen und Risiken für die Software-Implementierungsprojekte zu identifizieren. In diesen Organisationsentwicklungsprojekten zeigen sich auch immer wieder Bezüge zur übergeordneten Entwicklung der Hochschule: Heute gehören zu jedem Software-Einführungsprojekt ganz selbstverständlich auch Fragen zur Kooperation zwischen zentraler und dezentraler Hochschulverwaltung, nach möglichen Harmonisierungen von vergleichbaren Tätigkeiten über Fakultätsgrenzen hinweg, nach der Rollen- und Aufgabenverteilung, Ressourcenallokation sowie der Veränderung der Organisationskultur.

Die Beteiligten bewegen eine Reihe von Themen, die weit über die Software hinausgehen.

Die koordinierende und moderierende Unterstützung im Umgang mit diesen Fragestellungen bildet das Rückgrat des Angebots der strategischen Hochschulberatung der Datenlotsen, wobei die Berater auch auf ihre eigene Berufserfahrung in wichtigen Positionen in Hochschulverwaltungen zurückgreifen.

Inspiriert aus der integrierten Logik und Datenwelt von CampusNet® zielen die Angebote der strategischen Hochschulberatung auch auf die Integration der relevanten Daten und Informationen. Dieser zentrale Baustein lässt sich so konzipieren und an den spezifischen Belangen der jeweiligen Hochschule ausrichten, dass er die wichtigen akademischen Diskurse stimuliert und die notwendigen Kommunikationsprozesse antreibt.

Dabei wird das vorrangige Ziel verfolgt, mit wissenschaftsadäquaten Ansätzen und objektivierten Grundlagen die interne Ressourcensteuerung weiter zu entwickeln: weg von der Überrollung durch ‚historische‘ Mittelverteilung und unterfinanzierte Stellenpläne und hin zu einer aufgabengerechten Gestaltung der wichtigsten Arbeitsbedingungen. Die dazu erforderliche Zusammenführung einschlägiger Daten und Informationen kann dazu führen, dass Datenquellen erschlossen und Datenqualitäten validiert werden müssen. Beides kann nahtlos in die Beratungsleistung integriert werden.

Mit den Projekten zur Einführung von CampusNet® werden regelmäßig Unterstützungsprozesse in der Hochschule tangiert, die die Brücke schlagen zwischen klassischer Kernverwaltung auf der einen Seite und der akademischen Verwaltung auf der anderen Seite. Werden die administrativen Services für die Kernaufgabe Studium und Lehre neu ausgerichtet, entsteht häufig der Wunsch der Hochschule, diese Ansätze auch auf weitere Verwaltungsprozesse zu übertragen. Um dem intensiver nachzugehen, lassen sich auch die zentralen Abläufe der klassischen Verwaltung in Bezug auf ihre Leistungsfähigkeit und auf ihre Orientierung an den Kernaufgaben „Forschung und Lehre“ einer gemeinsamen Analyse und Optimierung unterziehen. In größeren Hochschulen bedeuten Analyse und Optimierung von Verwaltungsaufgaben automatisch, zielführend der Frage nachzugehen, in welcher Weise Verwaltungsaufgaben dem Grunde nach zwischen den Organisationsebenen aufzuteilen sind - mit wohl austarierten Ressourcen zwischen Zentrale und Dezentrale.

Dabei werden die internen „Kundinnen und Kunden“ der Verwaltungsservices ebenso zu Rate gezogen wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung(en). Auch gezielte Austausche mit Praktikern anderer Hochschulverwaltungen werden integriert. Die gegenseitige Anerkennung von guten Lösungsansätzen und -modellen für vergleichbare Aufgaben bereichert als spannendste Variante eines Benchmarkings wirksam den Optimierungsprozess.